Gesegnet
Station 1 Wilhering
Der Name des Ordensgründers Benedikt heißt übersetzt „der Gesegnete“.
Meditationstext zum Anhören
Meditationstext für den Weg
nach Puchenau
Womit bin ich in meinem Leben gesegnet?
Für wen möchte ich auf meinem Pilgerweg in besonderer Weise um Segen bitten?
Für wen kann ich ein Segen sein?
Ich lasse die Stimmung, die von diesem Ort ausgeht, wirken. Ich nehme mir Zeit und spüre in mich hinein. Ich atme einige Male tief durch und nehme mich bewusst wahr. Wie bin ich am Beginn meiner Pilgerwanderung mit meinem Körper, meinem Geist, meiner Seele anwesend? Ich lasse Ruhe in mich einkehren. Ich entzünde ein Licht und beginne vertrauensvoll meinen Weg.
Der Stiftshof von Wilhering spiegelt, wofür das Kloster seit 1146 steht – Spiritualität und Gemeinschaft, Kultur und Tradition, Geschichte und Gegenwart. Ulrich und Cholo von Wilhering gründeten mit ihrem Erbe das Stift und holten die erste Zisterziensergemeinschaft. Die Mönche zogen mit den ersten Siedlern in die neuen Rodungen des Mühlviertels. Die Verbindungen zu den neun „Stiftspfarren“ sind bis heute lebendig. Dazu kommen vier Stiftspfarren in Niederösterreich und fünf Pfarren der Diözese Linz, die von Wilheringer Geistlichen betreut werden. Die überbordende Rokokokirche glänzt mit Fresken von Bartolomeo Altomonte. Ihr Neubau wurde nach einer Brandstiftung 1733 notwendig. Meierhof und Stiftshof wurden anlässlich des 850-Jahre-Jubiläums renoviert oder neugestaltet. Seither erzählt ein Museum von der bewegten Geschichte und der Geistigkeit des Ortes. Kunst nimmt in Wilhering einen wichtigen Rang ein. Im Stiftsgarten findet man unter anderem ein Werk des zeitgenössischen Künstlers Daniel Spoerri. Balduin Sulzer, ein zeitgenössischer Mönch des Klosters, origineller Komponist, Musiker und Lehrer hat im Stift zahlreiche Werke geschaffen. Der Maler Fritz Fröhlich war dem Stift nicht nur als Mieter eines Ateliers verbunden. Er hat den Stiftsfestsaal mit Deckenfresken zum „Narrenschiff“ ausgestattet. Kurioser Zufall: den lateinischen Namen für Wilhering, „Hilaria“, übersetzt man mit „die Fröhliche“. Neben Maria, deren Himmelfahrt im Hochaltar zelebriert, spielen Schutzengel in Wilhering eine Rolle. Ihre Kapelle im Eingangsbereich der Kirche und die Marienkapelle, erreichbar über den Kreuzgang, wurden erst jüngst neugestaltet.