Gewandelt

Station 15 Wilhering

Meditationstext zum Anhören

 

 

Meditationstext zum Ankommen
in der Stiftskirche Wilhering

Gewandelt angekommen wieder im Stift Wilhering, lasse ich in der Stiftskirche diese Worte in mir nachklingen: 

Gesegnet | Gesammelt | Gereift | Gehört | Gemäßigt | Gemeinsam | Geträumt | Gerufen | Gehalten | Geliebt | Gegönnt | Gegeben | Gefüllt | Geführt | Gewandelt

Der Stiftshof von Wilhering spiegelt, wofür das Kloster seit 1146 steht – Spiritualität und Gemeinschaft, Kultur und Tradition, Geschichte und Gegenwart. Ulrich und Cholo von Wilhering gründeten mit ihrem Erbe das Stift und holten die erste Zisterziensergemeinschaft. Die Mönche zogen mit den ersten Siedlern in die neuen Rodungen des Mühlviertels. Die Verbindungen zu den neun „Stiftspfarren“ sind bis heute lebendig. Dazu kommen vier Stiftspfarren in Niederösterreich und fünf Pfarren der Diözese Linz, die von Wilheringer Geistlichen betreut werden. Die überbordende Rokokokirche glänzt mit Fresken von Bartolomeo Altomonte. Ihr Neubau wurde nach einer Brandstiftung 1733 notwendig. Meierhof und Stiftshof wurden anlässlich des 850-Jahre-Jubiläums renoviert oder neugestaltet. Seither erzählt ein Museum von der bewegten Geschichte und der Geistigkeit des Ortes. Kunst nimmt in Wilhering einen wichtigen Rang ein. Im Stiftsgarten findet man unter anderem ein Werk des zeitgenössischen Künstlers Daniel Spoerri. Balduin Sulzer, ein zeitgenössischer Mönch des Klosters, origineller Komponist, Musiker und Lehrer hat im Stift zahlreiche Werke geschaffen. Der Maler Fritz Fröhlich war dem Stift nicht nur als Mieter eines Ateliers verbunden. Er hat den Stiftsfestsaal mit Deckenfresken zum „Narrenschiff“ ausgestattet. Kurioser Zufall: den lateinischen Namen für Wilhering, „Hilaria“, übersetzt man mit „die Fröhliche“. Neben Maria, deren Himmelfahrt im Hochaltar zelebriert, spielen Schutzengel in Wilhering eine Rolle. Ihre Kapelle im Eingangsbereich der Kirche und die Marienkapelle, erreichbar über den Kreuzgang, wurden erst jüngst neugestaltet.